Vision

Vision & Haltung

Was wir tun. Warum wir es tun. Und wohin wir damit wollen.

Der erste Blick.

Wir lesen die Landschaft.

Wir sehen das Gelände, die Infrastruktur und ihren Zustand. Und wir lesen die Geschichte einer Region: ihre wirtschaftliche Entwicklung, ihre Planungen, die Prozesse, die sie geprägt haben. Den Ist-Zustand erkennen wir nicht aus Berichten, sondern aus dem, was wir sehen, erleben und spüren. Und dann beginnt im Kopf die Arbeit.

«Wir sehen nicht nur den Trail.
Wir sehen die Region, die dahinter entstehen kann.»

Adrian Greiner | Gründer Bikeplan.

Der Wandel

Alpine Destinationen stehen vor einer echten Entscheidung.

Die Veränderung ist spürbar, und sie verdient es, ernst genommen zu werden. Es geht nicht darum, sie kleinzureden, sondern ihr in überlegten Schritten mit neuen Lösungen zu begegnen. In den Alpen verschärft sich das, was Mittelgebirgsregionen schon seit Jahren kennen: schneearme Winter, kürzere Saisons, wirtschaftlicher Druck auf Strukturen, die auf Schnee aufgebaut wurden. Die Transformation vom schneereichen zum schneearmen Winter ist real. Die Frage ist nicht ob, sondern wie man das Beste aus diesem Übergang macht und eine stärkere Auslastung über das ganze Jahr entwickelt.

Mountainbiken ist dabei kein Allheilmittel. Aber es ist ein kraftvoller Baustein, wenn man ihn richtig einsetzt. Nicht als Kopie anderer Destinationen, nicht als blosse Erweiterung des Skibetriebs, die nur im Sommer läuft. Sondern als eigenständiges, authentisches Erlebnis, mit der gleichen strategischen Weitsicht, mit der Skigebiete und Bergbahnen einst gebaut wurden: für alle Facetten des Bergsports, für unterschiedlichste Gäste, für eine Infrastruktur, die mehr trägt als eine Saison. Bergbahnen, die Biker als Teil ihrer Lösung begreifen, erschliessen sich eine neue Gästewelt, auch wenn dafür Wege entstehen, die nicht direkt an der Talstation enden.

Dabei spielen die Mittelgebirge eine Rolle, die oft unterschätzt wird. Sie kämpfen schon länger mit denselben strukturellen Herausforderungen, die jetzt auch in den Alpen ins wirtschaftliche Gefüge eingreifen. Aber sie haben einen entscheidenden Vorteil: Sie liegen mitten in Europa, direkt vor den Toren der grossen Ballungsgebiete. Feierabend, Wochenende, verlängertes Wochenende, das Mittelgebirge ist erreichbar. Dort entstehen die Bike-Erfahrungen des Alltags, die Gewohnheiten, die Begeisterung. Dort lernen Familien, was es bedeutet, auf dem Rad durch Wald und Landschaft zu fahren.

Und genau diese Menschen, die heute mit ihren Kindern in stadtnahen Mittelgebirgsdestinationen regelmässig unterwegs sind, sind die Gäste von morgen in den Alpen. Wer im Taunus oder im Schwarzwald das Biken liebt, fährt zwei- bis dreimal im Jahr für das besondere Erlebnis in die Berge. Genau wie der Skifahrer, der nicht zuhause üben kann und trotzdem einmal im Jahr in die Alpen fährt. Weil die Faszination der Berge, der Natur und des Erlebnisses stärker ist als jede Logistik. Dieses Erlebnis wollen wir auch mit dem Bike ermöglichen, nicht nur für die Spitze der Könner, sondern vor allem dort, wo das grösste Potenzial liegt: bei sportlich aktiven Menschen, die für Natur und Bewegung brennen, aber keine Gravity-Spezialisten sind. Wenn das Mountainbiken durch gut geplante Mittelgebirgsangebote noch stärker in die Mitte der Gesellschaft rückt, kann das den alpinen Destinationen nur in die Hände spielen. Mittelgebirge und Alpen sind keine Konkurrenten, sie sind Teil desselben Ökosystems.

«Wir müssen Destinationen bauen, keine Trails.
Systeme, keine singulären Produkte.»

Alexander Arpaci | CEO Bikeplan.

Alexander Arpaci | CEO Bikeplan.

Unser Ansatz

Kleine Agentur. Grosses Netzwerk. Ehrliche Arbeit.

Wir liefern keine fertigen Masterpläne und verschwinden wieder. Wir entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden eine Richtung und begleiten sie dann auf dem Weg dorthin. Das bedeutet: gemeinsam gross denken und gleichzeitig realistisch planen. Und es bedeutet, Identität und Komplementarität mitzudenken. Was macht diese Region als Erlebnisraum einzigartig? Was erreichen mehrere Gemeinden gemeinsam, das alleine nie möglich wäre?

Dazu gehören manchmal gemeinsame Reisen zu Best-Practice-Destinationen. Manchmal Gespräche zwischen Gemeinden, die bisher kaum miteinander gesprochen haben. Und immer wieder die ehrliche Auseinandersetzung mit dem, was möglich ist und was noch nicht.

Wir haben nicht den Anspruch, alles zu können. Wir machen keine allgemeine Tourismusstrategie, kein Destinationsmarketing, keinen digitalen Ticketservice. Aber wir kennen die Menschen, die das können und denen wir vertrauen. Zusammen mit unseren Kunden und unserem Netzwerk entstehen Projekte, die tragen.

Mehrwert für alle

Projekte fliegen erst, wenn sie Mehrwert für alle schaffen.

Jedes Mountainbike-Projekt ist auch ein gesellschaftliches Projekt. Grundeigentümer, Forstbetriebe, Gemeinden, Tourismusverbände und Einheimische, sie alle müssen verstehen, was für sie drin ist. Genau das ist unsere Aufgabe: Wege zu finden, wie ein Projekt Barrieren abbaut, statt neue zu errichten. Das kann der monatliche Wild Burger sein, den der örtliche Jäger im Trail Café anbietet. Oder die kluge Lenkung weg von sensiblen Wanderwegen, die eine Doppelnutzung nicht vertragen. Oder, wie in Schladming, das Angebot an private Waldbesitzer, als Shareholder direkt am Erfolg der Trails zu partizipieren. Nicht nur indirekt über Zimmervermietung oder lokale Dienstleistungen, sondern als echte Partner mit Erfolgsbeteiligung. Das war ein Game Changer. Und in Sebnitz gibt es zur Eröffnung eine Voröffnung, nur für Einheimische. Damit die Menschen, die diesen Wald schon ihr ganzes Leben kennen, ihn als Erste neu entdecken dürfen. Mit einem Wettbewerb zur Namensgebung der Trails. Das ist kein Marketing. Das ist Respekt. Manchmal ist auch die ehrlichste Antwort: Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt. Jedes Projekt hat seinen Moment. Wer wartet, bis der Moment reif ist, baut besser als wer zu früh anfängt.

Was wir wollen

Partner sein. Nicht Dienstleister.

In fünf Jahren wollen wir gemeinsam auf Trails fahren, die wir mitentwickelt haben. Mit unseren Kindern und irgendwann vielleicht mit unseren Enkeln. Wir wollen sehen, dass die Systeme greifen. Dass Wertschöpfung entsteht, die in den Erhalt der Trails zurückfliesst. Dass wirtschaftliche Kreisläufe entstehen, die robust genug sind für klimatische Stresssituationen. Und dass Menschen mit Stolz in ihre Heimat zurückkehren oder dort bleiben, weil die Region noch mehr zu bieten hat als je zuvor.

Wir wollen ikonische Trails sehen. Einen gesunden Wettbewerb zwischen Mittelgebirgen und Alpenregionen. Destinationen, die voneinander lernen und einander herausfordern. Denn Innovation lebt durch Ideenwettbewerbe.

Wir wollen eine der besten MTB-Agenturen in Europa sein. Nicht die lauteste, nicht die grösste. Sondern diejenige, bei der Kunden nach Jahren sagen: Das war mehr als ein Auftrag. Das war eine Partnerschaft.