Stories · Sommernutzung Skilifte
Können Mountainbikes unsere Skilifte retten?
Immer mehr Skilifte in tieferen Lagen stehen still, weil der Schnee ausbleibt. Dabei steht die Lösung oft schon da: Mit der Umnutzung der bestehenden Anlagen für Mountainbikes wird aus dem defizitären Winterbetrieb eine Ganzjahresdestination. Drei Beispiele zeigen, wie das gelingt.
Wenn der Schnee ausbleibt
Viele von uns haben sie noch, diese Kindheitserinnerung an den kleinen Skilift im Dorf, wo die ersten Schwünge im Schnee geübt wurden. Genau diese Lifte sind heute bedroht. In den letzten Jahren hat es der Schnee kaum oder nur kurz in die tieferen Lagen geschafft. Zahlreiche Anlagen erreichen nicht mehr genügend Betriebstage, um ihre Kosten zu decken.
Weil die Lifte gerade in kleinen Gemeinden neben dem wirtschaftlichen auch einen grossen emotionalen Wert haben, werden sie vielerorts mit Spenden und ehrenamtlichem Engagement am Leben erhalten. Das ist berührend, aber keine Strategie. Die Frage ist nicht, ob sich der Winterbetrieb noch rechnet, sondern: Was leistet die Anlage im Rest des Jahres?
Die Chance: vom Skilift zur Ganzjahresanlage
Hier kommen die Mountainbikes ins Spiel. Mit einer Umnutzung der bestehenden Infrastruktur für den Transport von Mountainbikes lassen sich Schlepplifte, Sessellifte und Förderbänder schneeunabhängig über das ganze Jahr betreiben. Die Nachfrage ist da: In der Schweiz sind mehr Menschen mit dem Mountainbike unterwegs, als Fussball spielen, und das bestehende Angebot an Mountainbike Infrastruktur deckt diese Nachfrage bei weitem nicht.
Was es dafür braucht
Ein Lift allein macht noch kein Bikeangebot. Für den erfolgreichen Betrieb braucht es bedürfnisgerechte und nachhaltig gebaute Trails, abgestimmt auf das Gelände und die gewünschte Zielgruppe. Und es braucht einen sauber geplanten Weg von der ersten Idee über die Machbarkeit und die Bewilligung bis zur Eröffnung.
So kann dieser Weg aussehen:
Fünf Gründe, weshalb sich die Investition lohnt:
| 01 | Bestehende Infrastruktur nutzen: Lift, Zufahrt, Parkplätze und Gastronomie sind schon da. |
|---|---|
| 02 | Schneeunabhängiger Betrieb: Die Saison dauert nicht mehr wenige Winterwochen, sondern bis zu acht Monate. |
| 03 | Wertschöpfung für die ganze Region: Mountainbikende sind eine ausgabefreudige Zielgruppe, von der auch Beherbergung, Gastronomie und Gewerbe profitieren. |
| 04 | Ein Angebot für alle Generationen: Richtig gebaute Trails ermöglichen Kindern, Einsteigern und Könnern ein Erlebnis am selben Ort. |
| 05 | Ergänzung statt Ersatz: Der Winterbetrieb bleibt möglich, das Sommerangebot kommt dazu. |
Drei Anlagen, die es vorgemacht haben
Und euer Lift?
Ob sich eine Umnutzung lohnt, hängt vom Gelände, der Erreichbarkeit und der Zielgruppe ab. Genau das klären wir in einem ersten Gespräch. Wir begleiten Gemeinden, Bergbahnen und Destinationen von der Potenzialanalyse über die Planung und Bewilligung bis zur Umsetzung, alles aus einer Hand.
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