Wer sich bereits mit Mountainbike-Trails, deren Erstellung oder Offizialisierung befasst hat weiss, dass eine solche Trail-Landschaft viel Zeit, Engagement und Koordination bedarf. So haben auch die Trails in Jeizinen eine längere Entstehungsgeschichte. Wobei das Wallis in Sachen Mountainbike-Routen schon früh eine positive Richtung eingeschlagen hat und die Realisierung deshalb vergleichsweise rasch möglich war.
Zwischen 2017 bis 2018 hat Bikeplan im Rahmen des Bike Valais/Wallis Projekts den Masterplan für den Bezirk Leuk erarbeitet. Der Masterplan enthält für den gesamten Bezirk Leuk 15 Routen, in der Region um Jeizinen waren vier Routen vorgesehen.
Die anschliessende Bewilligungsphase der Trails dauerte weitere zwei Jahre. Während dieser Zeit hat Bikeplan auch die Beschilderung geplant und Massnahmen zur Sensibilisierung für die Natur und die gemeinsame Nutzung der Wege (Koexistenz) vorgenommen. In der darauffolgenden Umsetzungsphase hat der Forstdienst der Region Leuk unter Leitung von Bikeplan auf den bestehenden Wegen verschiedenen mountainbikespezifische Massnahmen für die Gewährleistung der Sicherheit und der Koexistenz vorgenommen. Das Wassermanagement auf – oder besser weg von – den Wegen wurde mit verschiedenen Entwässerungsmassnahmen optimiert und die Wege durch Steinarmierungen und ähnlichen Massnahmen vor Erosion geschützt.
Aus dem Masterplan sind in der Region Jeizinen drei lokale Routen (ML 117: Jeizibärg Bike, ML 118: Jeizi Enduro, ML 114: Torrenttrail Bike) und eine Regionale Route (ML 41, Valais Alpine Bike, Etappe 2: Leukerbad – Rinderhütte – Raron – Unterbäch) entstanden.
Bikeplan hat im Wallis ausserdem Masterpläne für die Regionen Goms, Aletsch Arena, Naters-Belalp, Brig/Simplon, Um Visp, Saastal, Lötschental, Crans-Montana, Verbier und die Région Dents du Midi erarbeitet. Diese dienten anschliessend als Grundlage für die Bewilligung und Umsetzung von Mountainbike-Wegnetzen und -Pisten im Rahmen des Walliser Freizeitverkehrsgesetzes.